Posts Tagged ‘Rancière’

On Jacques Rancière

Monday, August 30th, 2010

Luka Arsenjuk – On Jacques Rancière

“Jacques Rancière opposes a type of politics that makes decisions on the people, for the people, instead of the people; a politics that holds that in the political order, all sections of the community have been assigned their proper place. “Politics [...] is that activity which turns on equality as its principle”, and begins when inequality is challenged. But if the political subject is a subject of a wrong, and politics exists only through the subjectivization of that wrong, how can we avoid a victimological identification of the political subject?” [read original article]

Entsorgung der Demokratie – Interview mit Jacques Rancière

Monday, August 30th, 2010

Christian Höller, Jacques Rancière: Entsorgung der Demokratie – Interview mit Jacques Rancière

„Während sich das westliche demokratische System dem Rest der Welt gegenüber immer noch als modellhafte Vorgabe begreift, hat es intern mit allen möglichen Herausforderungen zu kämpfen. Einige dieser Infragestellungen rühren von Überlegungen zu (Staats-)Bürgerschaft beziehungsweise den damit verbundenen Exklusivrechten her, andere von generellen Zweifeln am System der repräsentativen Demokratie. Ein noch fundamentalerer Angriff kommt hingegen seit geraumer Zeit aus dem Lager einer Machtelite, die sich selbst zum Bewahrer “echter” demokratischer Werte ernannt hat. Jacques Rancière bringt, indem er sich dieser Position kritisch entgegenstellt, zur Sprache, worin ein aktuelles Verständnis “des Politischen” bestehen könnte. Im Zuge dessen versucht er, das demokratische Prinzip möglichst umfassend zu definieren – eine Verteidigung, deren Stoßrichtung auch für kritische Kunst und neue Modelle politischer Bildung von Relevanz ist.“ [zum Originalartikel]

Our Police Order – What can be Said, Seen, and Done: An Interview with Jacques Rancière

Sunday, June 20th, 2010

Our Police Order – What can be Said, Seen, and Done: An Interview with Jacques Rancière (Palinurus, 12. Februar 2007)]

Radikale Demokratie

Tuesday, May 4th, 2010

Reinhard Heil / Andreas Hetzel [Text als PDF][1]

Die Demokratie befindet sich zu Beginn des 21. Jahrhunderts in einer realen und legi­­ti­ma­torischen Krise. Zwei komplementäre Tendenzen bestimmen ihren gegen­wärtigen Zustand: die Globali­sierung und die Entkernung des Staates. Relevante politische Entscheidungen werden heute, wie das Beispiel der EU lehrt, immer weniger von demokratisch verfassten Institutionen getroffen, als vielmehr von überstaatlichen Bürokra­tien, Verhandlungsgremi­en, Experten­runden und Poli­tik­netzwerken; gleich­zeitig tritt der Staat auch intern Ent­schei­dungskompe­ten­zen an andere gesellschaft­liche Teilsysteme wie Wirtschaft und Recht ab. Er reduziert seine Aufgabe darauf, die Gesellschaft in einen möglichst attraktiven Standortfaktor für die Ansiedlung von Unternehmen zu verwandeln. Gesellschaft wird zu einer Ressource, deren ökonomische Ausbeutung vom Staat nicht verhindert, sondern befördert wird. Diejenigen Teile der Gesellschaft, die sich nicht ausbeuten lassen, werden aufgegeben, abgespalten, unsichtbar ge­macht. In Begriffen gesellschaftlicher Ungleichheit lässt sich diese neue Si­tu­a­tion insofern nicht mehr beschreiben, als die Partizipation weiter Teile der Bevöl­kerung an der Ge­sellschaft selbst auf dem Spiel steht. Politik und Demokratie werden zu hyperre­alen Phänomenen (vgl. Baudrillard 1992), zu mas­senmedialen Inszenierungen (vgl. Meyer 1992), die über ein reales Ende politischer Praxis hinwegzutäuschen suchen.

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Das politische Imaginäre im Denken der Radikaldemokratie

Tuesday, April 27th, 2010

Das Politische geht nicht im Symbolischen auf. Vielmehr zeugt es von einem Überschuss des Imaginären, das einer politischen Ordnung allererst ihre symbolische und materiale Gestalt verleiht. Soziale und politische Institutionen sind demnach immer auch von ihren imaginären Bedeutungen her beschreibbar. Ein so verstandenes, in gleicher Weise politisches wie ‚radikales Imaginäres’ (Castoriadis) bricht mit den klassischen Dichotomien von Realität und Fiktion, Wirklichkeit und Vorstellung oder Faktum und Phantasma. Radikal ist das Imaginäre vor allem deshalb, da es im Sinne einer ‚vorbildlosen Schöpfung’ als wirklichkeitsgenerierend gedacht wird, politisch, weil ‚Nation’ oder ‚Volk’ nicht lediglich als eine Vorstellung in unseren Köpfen, sondern als ein sozio-historischer Akt vorbildloser Selbstinstitution der Gesellschaft durch die Gesellschaft zu verstehen sind. Das Imaginäre durchzieht damit alle Dimensionen von Politik.

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